• Lebenslange Abhängigkeit aller anderen medizinischen Behandlung, insbesondere hinsichtlich der Hormonersatztherapien, an die personenstandsrechtlichen Eintragungen.
  • Im Falle der unzutreffenden Geschlechtszuweisung intersexueller Menschen medizinische Re-Definition der Betroffenen nun als Transsexuelle
  • Anlehnung der Behandlung „intersexueller Menschen“ an die Behandlung transsexueller Menschen.
  • Anwendung der auf dem TSG beruhenden Rechtsprechung hinsichtlich Renten-, Sozial-, Versicherungs-, etc. Recht auf intersexuelle Menschen
  • Weigerung der Erwachsenenmedizin, evidente Studien zur Wirksamkeit und zu den metabolischen Konsequenzen paradoxer Hormonersatz- und anderer ergänzender Therapien zu fertigen
  • Die Ablehnung der „Erwachsenmediziner“, sich an der Erneuerung der Behandlungspraktiken aktiv zu beteiligen und das Desinteresse der Erwachsenen-Medizin, sich an Studien mit pädiatrischer Zielrichtung zu beteiligen. Die wird sehr deutlich am Projekt Klinische Evaluationsstudie: Medizinische und chirurgische Behandlungsergebnisse, psychosexuelle Entwicklung und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten mit Störungen der Geschlechtsentwicklung (Studienleitung: Prof. Dr. med. U. Thyen (Lübeck).

Die vorgenannten Fehlverhalten bei medizinischen Eingriffen hinsichtlich Intersexualität durch medizinisches Personal sind belegbar und auch durch bereits öffentlich erfolgte richterliche Rechtsprechung bewiesen.(16) Die von den Berichterstatterinnen beklagten Probleme sind auch der Bundesregierung bekannt und von Seite Betroffener nachweisbar mitgeteilt worden. Es irritiert daher die von der medizinischen und rechtlichen Behandlungspraxis betroffenen Menschen, dass die Bundesregierung nichts von dieser Praxis weiß.

Die Betroffenen beklagen, dass diese Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte, die Selbstbestimmungsrechte und die gesundheitlichen Rechte nur unter Bruch und durch lebenslange Einschränkung einer Vielzahl anderer Rechte durchgeführt werden können. Hinsichtlich anderer Rechte, so besonders drastisch im Falle der lebenslangen paradoxen Hormonersatztherapie, wird das Versicherungsrecht so erheblich eingeschränkt, dass intersexuelle Menschen nicht in den Genuss dieser Rechte kommen können.

(15) Beispiele hierfür sind: Michel Reiter 722UR III302/00 v. 2001; 1 BVR 390/03 v.29.10.2003, Verfahren CJClüsserath; 2 BVR 1833/95, eine TS mit IS Hintergrund.